#19 – Terrassen-Modernisierung am Gartenhaus – IV

Das Projekt ist ein Mehrteiler! Eine Übersicht aller Bauberichte findet ihr hier.

Diese Woche wurde der Feierabend am Freitag sowie der Vormittag vom Samstag erneut im Garten meiner Eltern verbracht, um unser aktuelles Projekt fertigzustellen.

Der Terrassenboden musste vollständig abgeschliffen, gereinigt und im Anschluss eingeölt werden.

An dieser Stelle großer Dank an PNZ Produkte, die mir freundlicherweise das verwendete Öl für die Bangkirai-Dielen zu Testzwecken zur Verfügung gestellt haben. Das Öl ist hellbraun pigmentiert, sodass der Boden nach der Behandlung damit wieder frisch aussieht.

Freitag

Meinen Feierabend habe ich am Freitag bei meinen Eltern verbracht, um den letzten großen Meilenstein vor ihrem Urlaub vollenden zu können.

Abschleifen

Das Abschleifen hatte mir persönlich tatsächlich den meisten Kummer bereitet. Ich hatte bei zuvor solche Flächen mit meinen Maschinen bearbeitet und auch Bangkirai als Material war mir noch nicht sehr bekannt. Nichts desto trotz musste es gemacht werden, da die Dielen beim ehemaligen Besitzer anders herum lagen und so bei den Auflagestellen Flecken entstanden waren. Diese wollten wir durch das Abschleifen ‚los werden‘.

Zu allererst bin ich mit dem Fein FMM 350 Q die Ränder entlang gegangen, da ich dort mit dem Exzenterschleifer aufgrund des Hubs zu viel kaputt machen würde. Die 130mm (Kantenlänge) Dreiecksplatte von Fein war mir dabei eine große Hilfe und dank Absaugung mit dem CTL MIDI ging das völlig Schmutz und Problemlos.

Im Anschluss an diese Vorarbeit konnte dann großflächig mit dem Metabo SXE125 der Rest der Terrasse bearbeitet werden. Dank ‚feststellen Funktion‘ vom Drehzahl-Regler konnte der Exzenterschleifer dann angenehm mit dem Knauf oben drauf über die Fläche geführt werden.

Auch dabei war der CTL MIDI wieder mit im Einsatz und auch die Kniepolster von Weitblick Workwear wurden dafür wieder in die Arbeitshose eingebaut.

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Reinigen und Ölen

Im Anschluss haben wir die Terrasse vollständig abgekehrt und mit dem Sauger gereinigt, bevor das Bangkirai-Öl von PNZ aufgetragen wurde.

Samstag

Am Samstag-Vormittag standen überwiegend kleinere Baustellen auf dem Plan. der Steg wollte ebenfalls noch abgeschliffen und geölt werden, genauso auch der Blumenkübel, den ich im letzten Jahr gebaut habe.

Zusätzlich wurde der Blumenkübel mit dem Multimaster abgeschliffen und im Anschluss genau wie Terrasse und Steg mit dem Bangkirai-Öl behandelt.

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Dass sich unsere Arbeit gelohnt hat zeigte sich heute, als mein Vater mir ein Bild der ‚möblierten‘ Terrasse geschickt hat. Es ist kaum zu vergleichen mit dem Anblick vom letzten Jahr.

Vorher

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Heute

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Ich persönlich find es – über den Wandel der Terrasse hinaus – übrigens wahnsinnig erstaunlich, wie schnell sich die Natur in unserem Garten entwickelt hat. Auf dem ‚vorher‘ bin ist noch alles grau und braun, auf dem Bild von heute ist alles grün und schon sehr schön zugewachsen. Dazwischen liegen nur 4-5 Wochen. Erstaunlich, was unsere Umgebung alles kann 🙂

#06 – Mit Storytelling für Leser Mehrwert erzeugen

Es gibt so viele Theorien und Thesen, gar teure Studien darüber, wie man Inhalte am besten an andere Menschen vermittelt. Meistens mit dem Ziel daraus Gewinn zu generieren oder andere von seiner Meinung zu überzeugen.

Viele dieser Ansätze setzen da an, dem Leser etwas vorzustellen, was ihm etwas bringt, oder ihn davon zu überzeugen, dass es ihm etwas bringt. Ein Ansatz, den ich verlogen, hinterhältig und unsinnig finde, weshalb ich dieses Vorgehen nicht unterstützen möchte.


Geschichten verbinden

Anstatt meine Leser zu manipulieren, habe ich mich dafür entschieden meine Tipps und Projektvorstellungen so zu gestalten, dass diese, ähnlich wie Kurzgeschichten, kurz und knapp erzählen, was ich gemacht habe. Der Leser kann sich besser in die Situation hinein empfinden und entschiedet ganz für sich, ob er seine Lehre – wenn ja, welche – aus der Geschichte ziehen möchte.

Aber wie komme ich darauf, zu behaupten Geschichten wären der richtige Weg, um meine Inhalte zu kommunizieren und für meine Leser Mehrwert zu erzeugen?

Das Buch

Dank meiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Rheinwerk Verlag freue ich mich riesig darüber, das Buch als Rezensionsexemplar bereitgestellt bekommen zu haben und nun für euch vorstellen zu können.

Anders als die Handwerk-spezifischen Fachbücher richtet sich >> Tell me! << überwiegend an Blogger, Texter und allgemein an Verantwortliche beim Generieren von Content. Ganz egal ob es um die Markenbildung einer Firma geht, um einen Blog wie diesen oder um Nachrichten für eine Zeitung. Storytelling kann allgegenwärtig Anwendung finden und ich bin froh diese Technik für mich entdeckt zu haben.

Thomas Pyczak führt euch, auch als Einsteiger, fokussiert und motivierend durch die Geschichte hinter Storytelling 😉 und bringt euch Schritt für Schritt der Essenz näher, die es braucht um zu verstehen was eine Story ausmacht, die den Leuten Mehrwert bringt, die sie lesen.

Wenn ihr also auch Inhalte an eure Leser (oder auch Zuhörer) weiter geben möchtet, ohne unehrlich zu sein, setzt euch mit dem Thema Storytelling auseinander. Das Buch stellt einen sehr guten Start für dieses Themengebiet dar und zeigt auch spätere Pfade auf, die man gehen kann.

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Holzbock bauen – Bau Tag 1

Heute war wie gestern bereits angekündigt der erste Tag, an dem ich praktisch an den Holzböcken arbeiten konnte. Zuvor bestand meine Arbeit an dem Projekt ja überwiegend aus Blättern, dem Geodreieck und anschließenden Abenden vor SketchUp.

Zu allererst galt es die elterliche Garage zur Werkstatt zu transformieren. Aus zwei Klapp-Böcken und meiner Zukünftigen MDF-Tischplatte wurde kurzerhand ein Kappungen-Stand, der WABECO Bohrständer wurde um einen Schraubstock ergänzt und das Material grob zurechtgelegt. Außerdem fand der Laptop seinen Platz auf der Werkbank, da ich in SketchUp bereits alle Maßangaben vorbereitet habe, aber keine Lust auf Papierkrieg hatte.

Danach ging es an den Zuschnitt aller benötigten Teile. Die Maße dafür hatte ich wie gesagt in Form meines MacBooks und SketchUp dabei. Je nach Bestandteil, den ich zugeschnitten habe, habe ich entsprechende Layer ein und ausgeblendet, um immer nur das zu sehen, was im Fokus sein soll.

Dazu habe ich euch außerdem eine kurze Videosequenz unserer Metabo Kappsäge (GKS 216 M) eingeblendet, welche wir an einem Was Staubsauger betrieben haben. Leider mit wenig erfolg, wie folgende Bilder zeigen.

Hier besagte Bilder zur eher enttäuschenden Absaugwirkung. Aufgefallen ist mir, dass es besonders bei den Winkelschnitten außerhalb des 0° – 15° Bereichs dazu kommt, dass die Absaugung der Säge weniger gut funktioniert. Bei geraden Schnitten werden grob geschätzt bis zu 70% abgesaugt. Ob es auch an unserem Sauger liegt, mag ich nicht abstreiten.

Fußgestell

Nachdem alle Füße fertig geschnitten waren, habe ich mich daran gemacht die Aufnahme für den verbindenden KVH-Balken auszuklinken. Dazu habe ich zuerst meine senkrechten Linien mit der Japansäge (Augusta Kaaba 270 mm) entlang gesägt, um danach mit Stechbeiteln den ‚Inhalt‘ abzutragen.

Danach konnte ich dann probeweise den Balken mit den vorgesehenen M8 Gewindeschrauben fixieren.

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Die Schraublöcher habe ich mit einem 15er Forstnerbohrer von meinem Vater um etwa 4 mm abgesenkt, sodass der Schraubenkopf (Senkkopf) samt Unterlegscheibe dann plan mit den Hölzern endet, ohne überzustehen.

Beine

Außerdem hatte ich noch Zeit, mich näher mit den Beinen auseinander zu setzen. Ich habe mit Stechbeiteln ein Zapfenloch erstellt, nachdem ich die passenden 20 x 40 mm Zapfen mit Hilfe der Japansäge erstellt hatte. Dabei ist mir aufgefallen, dass es nicht immer von Vorteil ist, Holz gefast zu kaufen. Durch diese Fase ist es kaum möglich exakt zu messen. Aber naja, der Zapfen passt und auch die Verbindung zwischen beiden Beinen ist im Winkel. Morgen ist zu allererst das zweite Bein dran und ich hoffe den ersten Holzbock vollständig fertigstellen zu können.

Morgen wird mich meine bessere Hälfte tatkräftig – wie ich hoffe 😉 – unterstützen. Man darf also auf den weiteren Verlauf des Projektes gespannt sein.