#19 – Terrassen-Modernisierung am Gartenhaus – IV

Das Projekt ist ein Mehrteiler! Eine Übersicht aller Bauberichte findet ihr hier.

Diese Woche wurde der Feierabend am Freitag sowie der Vormittag vom Samstag erneut im Garten meiner Eltern verbracht, um unser aktuelles Projekt fertigzustellen.

Der Terrassenboden musste vollständig abgeschliffen, gereinigt und im Anschluss eingeölt werden.

An dieser Stelle großer Dank an PNZ Produkte, die mir freundlicherweise das verwendete Öl für die Bangkirai-Dielen zu Testzwecken zur Verfügung gestellt haben. Das Öl ist hellbraun pigmentiert, sodass der Boden nach der Behandlung damit wieder frisch aussieht.

Freitag

Meinen Feierabend habe ich am Freitag bei meinen Eltern verbracht, um den letzten großen Meilenstein vor ihrem Urlaub vollenden zu können.

Abschleifen

Das Abschleifen hatte mir persönlich tatsächlich den meisten Kummer bereitet. Ich hatte bei zuvor solche Flächen mit meinen Maschinen bearbeitet und auch Bangkirai als Material war mir noch nicht sehr bekannt. Nichts desto trotz musste es gemacht werden, da die Dielen beim ehemaligen Besitzer anders herum lagen und so bei den Auflagestellen Flecken entstanden waren. Diese wollten wir durch das Abschleifen ‚los werden‘.

Zu allererst bin ich mit dem Fein FMM 350 Q die Ränder entlang gegangen, da ich dort mit dem Exzenterschleifer aufgrund des Hubs zu viel kaputt machen würde. Die 130mm (Kantenlänge) Dreiecksplatte von Fein war mir dabei eine große Hilfe und dank Absaugung mit dem CTL MIDI ging das völlig Schmutz und Problemlos.

Im Anschluss an diese Vorarbeit konnte dann großflächig mit dem Metabo SXE125 der Rest der Terrasse bearbeitet werden. Dank ‚feststellen Funktion‘ vom Drehzahl-Regler konnte der Exzenterschleifer dann angenehm mit dem Knauf oben drauf über die Fläche geführt werden.

Auch dabei war der CTL MIDI wieder mit im Einsatz und auch die Kniepolster von Weitblick Workwear wurden dafür wieder in die Arbeitshose eingebaut.

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Reinigen und Ölen

Im Anschluss haben wir die Terrasse vollständig abgekehrt und mit dem Sauger gereinigt, bevor das Bangkirai-Öl von PNZ aufgetragen wurde.

Samstag

Am Samstag-Vormittag standen überwiegend kleinere Baustellen auf dem Plan. der Steg wollte ebenfalls noch abgeschliffen und geölt werden, genauso auch der Blumenkübel, den ich im letzten Jahr gebaut habe.

Zusätzlich wurde der Blumenkübel mit dem Multimaster abgeschliffen und im Anschluss genau wie Terrasse und Steg mit dem Bangkirai-Öl behandelt.

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Dass sich unsere Arbeit gelohnt hat zeigte sich heute, als mein Vater mir ein Bild der ‚möblierten‘ Terrasse geschickt hat. Es ist kaum zu vergleichen mit dem Anblick vom letzten Jahr.

Vorher

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Heute

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Ich persönlich find es – über den Wandel der Terrasse hinaus – übrigens wahnsinnig erstaunlich, wie schnell sich die Natur in unserem Garten entwickelt hat. Auf dem ‚vorher‘ bin ist noch alles grau und braun, auf dem Bild von heute ist alles grün und schon sehr schön zugewachsen. Dazwischen liegen nur 4-5 Wochen. Erstaunlich, was unsere Umgebung alles kann 🙂

#18 – Terrassen-Modernisierung am Gartenhaus – III

Das Projekt ist ein Mehrteiler! Eine Übersicht aller Bauberichte findet ihr hier.

Letzten Samstag (28. April 2018) ging es weiter an der Terrasse im elterlichen Garten. für heute stand die Fertigstellung der Seitenwände, die Vorbereitung der Deckelkonstruktion sowie der Steg entlang der Nachbargartens auf dem Plan.

Mein Vater hatte die ehemaligen Terrassen-Dielen im Laufe der Woche bereits mit dem Metabo SXE125 grob und danach fein abgeschliffen und mit der neuen Lasur gestrichen.

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Die Seitenwände

Daher konnten wir Samstag direkt damit beginnen, die Seiten der Kiste fertigzustellen. Ähnlich, wie bei dem Blumenkübel, den ich für meine Eltern im letzten jähr gebaut habe, hatten wir uns dazu entschlossen die Enden jeweils im Wechsel überlappen zu lassen, sodass immer ein Kopfende zu sehen ist, dann wieder kein usw.

Das bedeutete auch, dass wir die Kopfseite zum Garten noch mal abmontieren mussten, um dort noch zwei Bretter einzukürzen und alle erneut zu streichen.

Außerdem stand erneut ein Längsschnitt mit der HS7601 von Makita auf unserer Aufgabenliste, um das letzte Brett über der Terrasse einzupassen.

Bevor wir dann aber alles montiert haben, gab es noch einen kurzen Abstecher in die Innenausstattung der Kiste, da es noch die Algen-Lampe zu platzieren galt. Der Zulauf vom Teich kommt unten in die Kiste rein, muss in die Algen-Lampe und dann nach oben zur Filter-Box weg.

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Zum Anschluss von unten an die Algenlampe haben wir mit der Bohrmaschine und einer Lochsäge ein passendes (65 mm) Loch in einen Dielen-Rest gebohrt, durch den der Schlauch samt Anschluss passt.

So können wir die Algenlampe auf dem Dielenbrett fixieren und kommen dennoch gut an alle wichtigen Stelen dran, um Reinigungen oder Wartungen durchzuführen, oder um die Pumpen-Anlage zum Winter abzubauen.

Eine neue Maschine

Dank Internet und eBay Kleinanzeigen hat im Laufe der letzten Woche eine neue Maschine ihren Weg zu mir gefunden. Der Fein Multimaster FFM350Q ist wahrscheinlich vielen ein Begriff und ich hatte das Glück einen gebrauchten zu einem guten Preis zu bekommen.

Natürlich gab es auch direkt eine Aufgabe für das neue Gerät. Die Oberkanten der Kiste waren noch mit der alten, schlecht haftenden Farbe gestrichen. Das konnte nicht so bleiben, also galt es die gesamte Kanten von oben und in die Fasen abzuschleifen. Zusammen mit dem CTL-MIDI von Festool und P80er Schleifpapier ging es der Kante mit dem Multimaster an den Kragen.

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Der Steg

Danach stand bei uns Aufgabenteilung auf dem Plan. Mein Vater hat die Deckelkonstruktion vorbereitet und ich habe mich um den Steg entlang des Nachbargartens gekümmert.

Dabei kamen auch zum ersten mal meine Kniepolster von Weitblick Workwear im wahrsten Sinne des Wortes zum Einsatz. Die neue Hose bietet nämlich zwei Taschen vor den Knien, in die die Polster eingesetzt werden können.

Bei der eigentlichen Montage kamen dann erneut unsere beiden Makita Schrauben, die SPAX Abstandsklötzchen und Edelstahl-Terrassenschrauben zum Einsatz.

Die Deckelkonstruktion

Von der Konstruktion der Auflagen für die beiden Deckel gibt es leider keine Bilder. Wir haben vier Douglasie-Rahmenhölzer passend abgelängt und in gleichen Abständen an der Oberseite montiert. Außerdem wurden sechs Dielen-Stücke verschraubt, die fest an der Kiste bleiben werden. zwischen diesen Begrenzungen werden die zwei Deckel ihren Platz finden.

Zwischenstand

Das aktuelle Ergebnis unserer Arbeit sieht nun so aus. Wir sind schon sehr zufrieden und der Vorher-Nachher vergleich resultiert ganz klar in einem „Das hat sich gelohnt!“.


 

In eigener Sache

Wie ihr auf den Bildern oben schon sehen konntet, besitze ich inzwischen ordentliche Arbeits- & Sicherheitsschuhe und Arbeitskleidung. Die Schuhe hat mir die Firma Elten aus Uedem (Nachbarort zu Goch) zur Verfügung gestellt und meine neue Arbeitskleidung stammt von Weitblick Workwear, wie oben bereits erwähnt.

Elten Sicherheitsschuhe Mit meinen neuen Sicherheitsschuhen bin ich sehr zufrieden. Dank Stahkappe und Metallfreiem Durchtrittschutz sind meine Füße gut geschützt, ich habe dennoch keinen Klotz am Bein, da die Schuhe trotz der Sicherheit ein angenehmes Gewicht haben.

Weitblick Workwear Meine Ausstattung von Weitblick Workwear umfasst eine Bundhose (Greybull 2.0), eine Jacke (Greybull 2.0), zwei T-Shirts und zur Hose passende Kniepolster. Alle Teile habe ich in Größen erhalten, die ich auch im normalen Alltag trage. Hose und T-Shirts passen sehr gut, die Jacke fällt für meinen Geschmack etwas groß aus, andererseits passt dadurch im Winter aber auch noch mal ein dicker Pulli mit rein. Lediglich die Kniepolster sind in meinen Augen noch ausbaufähig. Sie lassen sich nur mit viel Mühe in die Taschen einführen und auch das herausziehen gestaltet sich schwerer, als es nun klingen mag. Weitblick hat bereits dieses Feedback von mir erhalten und an das Produkt-Managament weitergegeben.

Ich danke beiden Firmen für die Unterstützung meines Instagram-Profils und diesem Blog, denn ohne die Kooperationspartner wäre – zumindest mir – dieses Hobby nicht in dieser Form möglich. Danke dafür!

Hier noch ein paar Impressionen vom ‚großen Liefertag‘, alle Pakete kamen gleichzeitig.

 

#17 – Terrassen-Modernisierung am Gartenhaus – II

Das Projekt ist ein Mehrteiler! Eine Übersicht aller Bauberichte findet ihr hier.

Letzte Woche Samstag angefangen, ging es diesen Samstag munter mit der Terrassen-Sanierung weiter. Alles zu Teil I findet ihr hier. Dieses mal geht es um das Schleifen der alten Dielen und die Montage der Einhausung für das Gartenteich-Equipment.

1. Schleifen

Die wichtigste Aufgabe für die nächsten Arbeitsschritte war das Schleifen der alten Terrassendielen, um die alte Farbe möglichst großflächig zu entfernen, bevor diese dann in einem helleren Farbton neu gestrichen werden.

Es ging um Terrassendielen aus Douglasie, die über die Jahre zwei Mal gestrichen wurden. Erst mit 40P das gröbste runter geholt und, danach den Feinschlimm mit 120P. Da freuen sich die Füße später 🙂

2. Rahmen & Dielen montieren

Die gesamte Einhausung für Teichfilter, UV-Lampe & Co. basiert auf einer Konstruktion aus gehobelten 40 x 60 mm Douglasie Rahmenhölzern, welche mit Winkeln, Flacheisen und Schrauben zu einem Gestell zusammengebaut wurden.

Zum Verschrauben kamen – neben einigen kürzeren – überwiegend 3,5 x 40 mm SPAX-Schrauben mit T-Star 15 Kopf zum Einsatz, die in die kurze Seite der Rahmenhölzer geschraubt wurden.

Die Montage der ‚Kiste‘ fand dann am eigentlichen Standort statt, da die fertig montierte Kiste nur noch schwer durch den engen Garten gekommen wäre. Außerdem musste der Filter in die Kiste, bevor alle Seiten miteinander verschraubt waren.

Zusätzlich wurde eine Diele wieder mit der Handkreissäge auf der Länge geteilt. Ich (und mein Vater) bin immer wieder froh, dass ich diese Säge habe. In solchen Fällen weiß man sonst absolut nicht, wie man das lösen soll, ohne wieder jemanden mit einer Hand- oder Tischkreissäge zu suchen, und sich diese zu leihen.

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Im Einsatz war wieder die HS7601, die 2x 1,40 m Führungsschienen (beide von Makita) und die Stifte von Pica Marker (In dem Fall der PicaDry mit der gelben Wachsmine).

4. Fertigstellung vom Zwischenergebnis

Zuletzt wurden noch die neuen-gebrauchten (und nun geschliffenen) Dielen an der (vom Garten aus gesehen) Kopfseite der Kiste mit der neuen Farbe (siehe oben) gestrichen. Danach sahen die alten Dielen, zumindest für unseren Anspruch, wieder richtig gut aus. Natürlich weiterhin kein Vergleich zu den Bangkirai-Dielen, aber dennoch weit aus besser, als sie zu entsorgen und neue zu kaufen.

#16 – Terrassen-Modernisierung am Gartenhaus – I

Das Projekt ist ein Mehrteiler! Eine Übersicht aller Bauberichte findet ihr hier.

Dass man sich nicht immer auf den Rat anderer verlassen sollte, sondern eher auf sein Bauchgefühl, das zeigt sich immer mal wieder im Leben. Bei mir, genauer gesagt bei meinen Eltern, hat es sich zuletzt bei der Gartenhaus-Terrasse bewahrheitet. Auf Rat eines Bekannten hin hatte mein Vater vor einigen Jahren die Dielen mit einer günstigen Holz-Lasur gestrichen, die aber kurz darauf bereits abblätterte. Aus Unwissenheit hat er danach mit Wetterschutzfarbe versucht zu retten, was noch zu retten war. Leider waren immer noch Reste der Lasur auf den Dielen, weshalb auch die neue Farbe abblätterte.

Dank guter Nachbarschaft und ebenfalls fleißigen Nachbarn, hatten diese vor kurzem einige Quadratmeter Bangkirai Terrassendielen abzugeben. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um der Gartenhaus-Terrasse eine zweite Chance zu geben.

Was die ersten Schritte zur neuen Terrasse waren, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.

Weiterlesen „#16 – Terrassen-Modernisierung am Gartenhaus – I“

#02 – Einen Blumenkübel ganz einfach selber bauen

Ihr kennt das sicherlich. Irgendwo liegt noch Holz rum und irgendwo im Garten gibt es etwas, was ihr schon länger verschönern möchtet. Ähnlich ging es meinen Eltern bit Ihrer Terrasse am Gartenhaus, auf der bisher ein eher schlichter Plastik-Blumentop seinen Platz hatte.

Aufgabenstellung

So kam es wie es kommen musste und ich habe mich dazu bereiterklärt, an dieser Situation etwas zu ändern. Dank einiger übriger Bankirai-Dielen (die ich auch für meine Teelichter verwendet habe) stand schnell fest, woraus der neue Pflanzkübel gebaut wird.

Dank dem Geburtstagsgeschenk meiner Eltern, einer Makita HS7601 Handkreissäge, in diesem Jahr, fiel mir der Zuschnitt der Dielen Bretter sehr leicht in meinem kleinen Kellerraum. Erst grob abgelängt, danach auf Maß geschnitten.

Außerdem wurde ein Douglasie-Rahmenholz mit meiner Japansäge auf grobes Maß gesägt, bevor ich die Stücke ebenfalls mit der Handkreissäge aus exaktes Maß gebracht habe.

Im Anschluss habe ich die zugeschnittenen Dielen erst grob, dann feinkörnig mit meinem Exzenterschleifer (SXE 125, Metabo) abgeschliffen und gröbere Splitter mit einer Feile entfernt.

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Und nun?

Jetzt wurde es – für mich persönlich – deutlich kniffliger als bei bisherigen Projekten. Der Zuschnitt ging mir gut von der Hand, doch die winkeltreue Montage der Dielen auf den Rahmenhölzern, inklusive Beachtung der richtigen Abstände, war für mich absolutes Neuland.

Meine Lösung nach einiger Überlegung war dann, dass ich einen längeren Balken auf dem Tisch mit zwei Anschläge fixiere und danach meine Seitenwand Konstruktion anlege. Mit Hilfe eines Winkels habe ich sichergestellt, dass die Rahmenhölzer immer rechtwinklig zum Anschlagholz lagen.

Die Abstände zwischen den drei Dielenbrettern habe ich mit kleinen Gummiplättchen bestimmt und den Überstand der längeren Bretter habe ich mit einem Reststück geprüft.

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Wenn dann alles korrekt lag wurden die Dielen erst vorgebohrt und dann mit Terassenschrauben verschraubt.

Puh! Das wäre geschafft! Aber wie…

… montiere ich nun die seitlichen Dielen an den vorbereiteten Teilen?

Diese Fragestellung hat mich einige Minuten an Überlegung und ausprobieren gekostet, doch ich habe eine Lösung gefunden, die das Umsetzen für mich sehr komfortabel gemacht hat.

Allmählich wurde dann aus vielen Einzelteilen ein großes Ganzes. Und das ist genau der Grund, weshalb ich meine Freizeit neben dem Bürojob damit verbringe, Dinge aus Holz zu bauen und mich allgemein mit dem Handwerken beschäftige.

Nachdem dann endlich der grundlegende Korpus meines Blumenkübels fertig zusammengesetzt war ging es daran dem Ganzen noch etwas mehr Stabilität zu verleihen.

  1. Am oberen Rand des Blumenkübels habe ich eine Auflage für die spätere Verkleidung mit Hilfe von kleinen Winkeln montiert.
  2. an der Unterseite habe ich zwei Querstreben eingebaut, auf denen Später ein quadratischer Pflanzkorb aus dem Gartencenter stehen soll.
  3. Außerdem habe ich an den Ecken Filzpads angebracht, damit der Blumenkübel nicht den späteren Terassenboden verkratzt.

Problem: Aber so richtig schön ist das noch nicht.

Stimmt, das fand ich auch. Daher beschloss ich, auf Kosten eines weiteren Bankirai-Dielenbrettes, den oberen Rahmen zu verkleiden. Es galt also die Dielen auf 45° zu schneiden und dann zu montieren.

Der Zuschnitt klappte mit der Metabo KGS 216 M (Kapp- und Gehrungssäge) sehr gut. Als Maß der Außenkante habe ich die Seitenlänge des Blumenkübels + Überstand von 3 cm auf jeder Seite gewählt.

Zur korrekten Platzierung – also so, dass auf jeder Seite genau 3 cm überstehen – Habe ich mir ein Template gebaut, welches genau das sicherstellt.

Reflexion vom Projekt

Abschließend kann ich sagen, dass mir dieses Projekt viel Spaß bereitet hat und ich viel davon mitnehmen konnte. Ganz egal ob es die Tatsache war, wie wichtig genaues Zuschneiden ist, oder aber auch die Relevanz vom Vorbohren bei hartem Holz.

Im Anschluss hier noch zwei Bilder des fertigen Blumenkübels.

Meine Frage an euch als Leser wäre, ob ihr auch schon mal Blumenkübel gebaut, oder andere Objekte für den garten realisiert habt.

#01 – Schöne Holz-Teelichter einfach selber bauen

Wer kennt das nicht. Die Herbst- und die Weihnachtszeit rücken näher, man braucht Geschenke für die Verwandten und möchte auch selber das schummerige Licht von Teelichtern in der Wohnung genießen können.

Aufgabenstellung

So kam es vor kurzem, dass die beste aller Partnerinnen zu mir kam und mich bat: „Wäre es möglich, dass wir unseren Verwandten dieses Jahr Teelichter schicken?“

Was für mich im Umkehrschluss natürlich bedeuten sollte, dass ich welche bauen muss. Da es unser beider Verwandten sind, haben wir uns auf den Deal geeinigt, dass sie mich beim basteln unterstützt.

Mit dem Bearbeiten vom Material Holz kenne ich mich schon relativ gut aus und so fing ich also an, meine vorhandenen Holz-Bestände auf Teelicht-Größe zu bringen. Das ist keine Aufgabe, die meine Freundin gerne machen möchte – das kann ich auch verstehen.

Nun waren die Hölzer also alle zugeschnitten und grob mit einer Feile von Spänen und Ausrissen befreit, aber noch lange kein Teelicht. Soweit – so gut. Aber es wartet noch einiges an Arbeit auf mich.

Problem: Der Schlauch bleibt nicht an seiner Position liegen

Tja, was mach ich jetzt? Der Schlauch verrutscht jedes Mal von der Position, an die ich ihn zum Absaugen der Späne lege.

Damit die Teelichter aber tatsächlich als Teelicht durchgehen, müssen sie natürlich ein Loch oder eine Vertiefung haben, in die man eine Kerze stellen kann. Als kleine Komfort-Verbesserung bei der Arbeit habe ich mir eine Halterung für den Festool Saugschlach gebastelt, die ich mir zum einen einfach irgendwo auf dem Tisch platzieren kann, zum anderen aber – und das ist der größere Vorteil, dass ich diesen Halter vertikal am Tisch einspannen kann.

Nachdem dieser kleine Exkurs in den Bau von Werkstatthilfen gemeistert war ging es im Anschluss an den komplizierten Teil. Mittig platzierte, möglichst ebene Löcher für die Teelicht-Kerzen bohren.

Da mein Bormax 2.0 Set von FAMAG nur <= 35 mm Bohrer beinhaltet, musste noch ein neuer Bohrer her. Ich wurde bei Amazon schnell fündig und habe mir diesen 40 mm Forstnerbohrer von Bosch bestellt. Und was soll ich sagen. Der Bohrer geht durch die Materialien wie durch Butter, allerdings ist der Span deutlich schlecht zum Absaugen, da relativ lange, zusammenhängende Späne entstehen. Bei den Bormax 2.0 entstehen kurze und kleine Späne, die sich super absaugen lassen.

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Als der Bohrer dann also bei mir eingetroffen war, ging es ans Bohren 🙂 Dazu hab ich den Bosch GBH 2-26 verwendet, das Schnellwechselfutter montiert und den neuen Forstnerbohrer darin eingespannt.

Aber warum eigentlich den schweren Bohrhammer anstelle vom Akkuschrauber? Aufgrund meiner – absolut nicht repräsentativen – Erfahrung, dass ich den Bohrhammer besser zum Werkstück ausrichten kann als den Akkuschrauber.

Nachdem die „einfachen“ Formen fertig waren ging es daran aus den Bankirai Dielen die Teelichter zu schneiden, die ich schon einmal gebaut hatte. Aufgrund erhöhter Nachfrage im Verwandten- und Bekanntenkreis gibt es also eine zweite Auflage dieser Teelichter.

Reflexion: Übung macht den Meister

Beim Bau der ersten Auflage hatte ich noch ziemliche Schwierigkeiten damit die Runde Form der Teelichter sauber auszuschneiden. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass es dabei definitiv nur eins gibt, was dagegen hilft und das ist a) Übung und b) Geduld.

Mit Hektik ist man bei einer Bandsäge an der falschen Adresse, da sich eilige Bewegungen direkt auf das Werkstück übertragen und ihr im schlimmsten Fall von vorne beginnen könnt.

Als erstes galt es also, damit die Form möglichst genau wird, den Zirkel herzunehmen und mehrere Kreise auf den Dielen-Resten zu platzieren, um diese Kreise dann mit einem gelben Wachsmarker nachzuzeichnen, um ihn gut zu sehen.

Problem: Festspannen und gleichzeitig bohren?

Jetzt, wo die runden Teelichter alle ausgeschnitten waren, stand ich vor einer Fragestellung, die ich zuvor bereits ein mal hatte. Wie spanne ich mir die Teelichter am Tisch fest, ohne den Platz fürs Bohre zu blockieren?

Nach einiger Überlegung stand für mich fest, dass meine beiden Hebelklemmen, die ich im Lochraster meiner Werkbank einspannen kann, die beste Wahl sind. Die hab ich dann einfach so platziert, dass die Klemm-Gummis auf den Außenkanten der runden Teelichter aufsetzten und ich dazwischen genug Platz für den 40 mm Fortstnerbohrer hatte.

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Also – Die Teelichter eingespannt und los geht’s 

Danach haben meine Freundin und ich die Teelichter noch mit feinkörnigem Schleifpapier geschliffen, um fiese Holzsplitter zu entfernen, bevor sie von meiner besseren Hälfte mit Leinöl-Firnis eingepinselt wurden und im Anschluss trocknen durften.

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Ich bin sehr zufrieden mit der zweiten Auflage der Teelichter und hoffe sehr, euch zum selber machen angeregt zu haben. Versucht euch einfach dran und wachst an euren Herausforderung.

Neuzugänge und Projekte

Mit meinem Geburtstag ist mein Maschinenpark wieder ein kleines bisschen gewachsen. Ich kann endlich auch im Kellerraum Dielen oder Platten zuschneiden und damit endlich neue Projekte starten. Ich wurde von der besten aller Freundinnen mit neuen Tretern, einem Fugenkratzer, Karten für ein Spiel meines Lieblings-Fußballvereins und einem Bild beschenkt. Dazu gesellten sich eine Makita Hankskreissäge HS7601, ein 1,5 Ah Akku sowie das Buch Hygge 🙂

Zu allererst habe ich einiges an Material für ein Projekt zugeschnitten, welches ich für meinen Vater realisieren werde.

Bevor es hier weiter geht (abschleifen der Dielen) muss aber ein Staubsauger her. Von daher habe ich vorübergehend ein anderes Projekt begonnen.

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Und zwar werde ich mir aus einer 19mm MDF Platte einen Zwischenboden für meinen Werktisch zuschneiden, um dem Tisch Stabilität und mir weiteren Stauraum zu schaffen. An den Enden sind jeweils Aussparungen vorgesehen, die dann später in den Böcken aufliegen werden. Die Zeichnung oben entspricht ungefähr dem, was ich geplant habe, wird allerdings noch mal überarbeitet.

Bleibt gespannt, ich hoffe im Laufe der Woche oder am Wochenende den Zwischenboden fertigstellen zu können 🙂 Darüber hinaus haben mich folgende zwei Teile erreicht. Ein zusätzliches Sägeblatt für die HS7601 mit 40 Zähnen (für Querschnitte) sowie eine Wolfcraft Einhandzwinge.

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Darüber hinaus sind Staubbeutel für meinen Metabo SXE125, eine Pferd-Pfeile, zwei Bessey Zwingen und ein Paket 3,5x30mm Spam zu mir unterwegs, die ich bei Contorion bestellt habe 🙂