#16 – Terrassen-Sanierung am Gartenhaus – I

Dass man sich nicht immer auf den Rat anderer verlassen sollte, sondern eher auf sein Bauchgefühl, das zeigt sich immer mal wieder im Leben. Bei mir, genauer gesagt bei meinen Eltern, hat es sich zuletzt bei der Gartenhaus-Terrasse bewahrheitet. Auf Rat eines Bekannten hin hatte mein Vater vor einigen Jahren die Dielen mit einer günstigen Holz-Lasur gestrichen, die aber kurz darauf bereits abblätterte. Aus Unwissenheit hat er danach mit Wetterschutzfarbe versucht zu retten, was noch zu retten war. Leider waren immer noch Reste der Lasur auf den Dielen, weshalb auch die neue Farbe abblätterte.

Dank guter Nachbarschaft und ebenfalls fleißigen Nachbarn, hatten diese vor kurzem einige Quadratmeter Bangkirai Terrassendielen abzugeben. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um der Gartenhaus-Terrasse eine zweite Chance zu geben.

Was die ersten Schritte zur neuen Terrasse waren, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.

1. Entfernen der alten Dielen

Als allererstes mussten natürlich die alten, verwitterten, Dielen weichen. Zum Glück kam darunter eine Unterkonstruktion zum Vorschein, die die Jahre gut überstanden hat und ohne Veränderung wieder verwendet werden konnte.

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Die alten Dielen werden wir übrigens nicht einfach entsorgen. Rechts am Zaun seht ihr den Filter-Behälter vom Teich, diesen wollen wir samt nötiger Technik wie Algenlampe oder Sauerstoff-Kompressor, in einer Kiste aus den alten Dielen verstauen.

2. Verlegen der neuen (größtenteils gebrauchten) Dielen

Beim Verlegen der neuen Bangkirai Dielen haben wir auf einen kleinen Abstand zum Gartenhaus geachtet und außerdem Abstandshalter von SPAX verwendet, die zwischen den Dielen platziert werden.

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Logo@2048_backgroundDa uns vier Dielen fehlten, der ortsansässige Baumarkt leider aber lagermäßig kein Bangkirai führt, für diese Menge aber auch keine Bestellung aufgeben wollte, fiel unsere zweite Wahl dann erneut auf das Holzland Dorsemagen und wir wurden nicht enttäuscht. Der preis war unter dem beim Baumarkt (~9€/lfm.) und die Qualität ohne Beanstandungen.

Der Vorteil der SPAX Abstandshalter lag für uns in der Wiederverwendbarkeit und der Beschrifteten Seiten (vier verschiedene Größen).

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Zum Anzeichnen der Schrauben-Positionen kamen ein Pica POCKET Köcher mit Zimmermannsbleistift sowie ein Rolson Multifunktionswinkel zum Einsatz.

Außerm waren zwei PicaDry Tieflockmarker meine Dauerhaften Begleiter an der Hose. Einer ausgestattet mit gelber Wachsmine, einer mit einer Graphitmine mit Stärke H. Je nachdem, ob Anzeichnen für die Kappsäge (1) oder aber für Längsschnitte mit der Handkreissäge (2), habe ich dann zwischen den Stiften gewechselt, um eine gut sichtbare Markierung zu erhalten.


Verschraubt wurden die Dielen dann mit 5 x 50 mm Terassendielen-Schrauben aus Edelstahl (VA). Diese sind Witterungsbeständig und haben einen Schrauben-Kopf, der gut in das Rillen-Profil der Dielen passt, ohne diese auseinander zu drücken.

Zuschnitt

Der Zuschnitt der neuen Dielen erfolgte Diele für diele, indem immer das vorherige Maß auf die nächste Diele übertragen wurde. Zugeschnitten habe ich die Dielen dann auf einer kleinen ‚Kappsägenstation‘ im Garten. gegen den Staub war der CTL MIDI von Festool mit von der Partie.

3. Das Kopfbrett über dem Teich

Als optisch ansprechenden Abschluss haben wir auf der Kopfseite der Terrasse, die über dem Teich liegt, ein Kopfbrett montiert. Den 9 cm breiten Streifen (ca. 280 cm lang) der Bangkirai-Diele habe ich mit der Handkreissäge (2) und den Führungsschienen (3) zugeschnitten.

4. Lampen Anschluss

Um die bereits vorhandene Gartenlampe wieder anschließen zu können, wurde zu guter Letzt noch eine Aussparung für das Anschlusskabel samt Transformator in eine der Dielen gebohrt.

Das hat keinen Spaß gemacht, das sage ich euch. Die große Lochsäge ist mehrfach im harten und feinporigem Holz verkantet und die alte Bohrmaschine (4) kennt etwas wie eine automatische Abschaltung nicht. Wenn ihr sowas macht, passt auf eure Hand auf. Es ist zum Glück alles gut gegangen.

Großer Dank geht an Oliver M., der mich darauf hinwies, dass die Probleme deutlich geringer ausgefallen wären mit dem zusätzlichen seitlichen Handgriff. Zusätzlich erwähnte er, dass der Zentrierbohrer eine große Rolle spielt. Den sieht man an der Lochsäge zwar nicht, aber im halbfertigen Loch lässt er sich erahnen.

5. Das Ergebnis

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Links

Im Artikel erwähnte, aber nicht direkt verlinkte Werkzeuge/Maschinen

  1. Kappsäge: Metabo KGS 216 M mit Bosch Expert Wood Sägeblatt
  2. Handkreissäge: Makita HS7601J (Super Preis-/Leistungsverhältnis!)
  3. Führungsschiene & Zubehör:
    1. 2x 1400 mm Makita Führungsschiene
    2. Zwingen für T-Nut
    3. Adapter
  4. Bosch PSB 680-2RE

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