#1 – Schöne Holz-Teelichter einfach selber bauen

Wer kennt das nicht. Die Herbst- und die Weihnachtszeit rücken näher, man braucht Geschenke für die Verwandten und möchte auch selber das schummerige Licht von Teelichtern in der Wohnung genießen können.

Aufgabenstellung

So kam es vor kurzem, dass die beste aller Partnerinnen zu mir kam und mich bat: „Wäre es möglich, dass wir unseren Verwandten dieses Jahr Teelichter schicken?“

Was für mich im Umkehrschluss natürlich bedeuten sollte, dass ich welche bauen muss. Da es unser beider Verwandten sind, haben wir uns auf den Deal geeinigt, dass sie mich beim basteln unterstützt.

Mit dem Bearbeiten vom Material Holz kenne ich mich schon relativ gut aus und so fing ich also an, meine vorhandenen Holz-Bestände auf Teelicht-Größe zu bringen. Das ist keine Aufgabe, die meine Freundin gerne machen möchte – das kann ich auch verstehen.

Nun waren die Hölzer also alle zugeschnitten und grob mit einer Feile von Spänen und Ausrissen befreit, aber noch lange kein Teelicht. Soweit – so gut. Aber es wartet noch einiges an Arbeit auf mich.

Problem: Der Schlauch bleibt nicht an seiner Position liegen

Tja, was mach ich jetzt? Der Schlauch verrutscht jedes Mal von der Position, an die ich ihn zum Absaugen der Späne lege.

Damit die Teelichter aber tatsächlich als Teelicht durchgehen, müssen sie natürlich ein Loch oder eine Vertiefung haben, in die man eine Kerze stellen kann. Als kleine Komfort-Verbesserung bei der Arbeit habe ich mir eine Halterung für den Festool Saugschlach gebastelt, die ich mir zum einen einfach irgendwo auf dem Tisch platzieren kann, zum anderen aber – und das ist der größere Vorteil, dass ich diesen Halter vertikal am Tisch einspannen kann.

Nachdem dieser kleine Exkurs in den Bau von Werkstatthilfen gemeistert war ging es im Anschluss an den komplizierten Teil. Mittig platzierte, möglichst ebene Löcher für die Teelicht-Kerzen bohren.

Da mein Bormax 2.0 Set von FAMAG nur <= 35 mm Bohrer beinhaltet, musste noch ein neuer Bohrer her. Ich wurde bei Amazon schnell fündig und habe mir diesen 40 mm Forstnerbohrer von Bosch bestellt. Und was soll ich sagen. Der Bohrer geht durch die Materialien wie durch Butter, allerdings ist der Span deutlich schlecht zum Absaugen, da relativ lange, zusammenhängende Späne entstehen. Bei den Bormax 2.0 entstehen kurze und kleine Späne, die sich super absaugen lassen.

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Als der Bohrer dann also bei mir eingetroffen war, ging es ans Bohren 🙂 Dazu hab ich den Bosch GBH 2-26 verwendet, das Schnellwechselfutter montiert und den neuen Forstnerbohrer darin eingespannt.

Aber warum eigentlich den schweren Bohrhammer anstelle vom Akkuschrauber? Aufgrund meiner – absolut nicht repräsentativen – Erfahrung, dass ich den Bohrhammer besser zum Werkstück ausrichten kann als den Akkuschrauber.

Nachdem die „einfachen“ Formen fertig waren ging es daran aus den Bankirai Dielen die Teelichter zu schneiden, die ich schon einmal gebaut hatte. Aufgrund erhöhter Nachfrage im Verwandten- und Bekanntenkreis gibt es also eine zweite Auflage dieser Teelichter.

Reflexion: Übung macht den Meister

Beim Bau der ersten Auflage hatte ich noch ziemliche Schwierigkeiten damit die Runde Form der Teelichter sauber auszuschneiden. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass es dabei definitiv nur eins gibt, was dagegen hilft und das ist a) Übung und b) Geduld.

Mit Hektik ist man bei einer Bandsäge an der falschen Adresse, da sich eilige Bewegungen direkt auf das Werkstück übertragen und ihr im schlimmsten Fall von vorne beginnen könnt.

Als erstes galt es also, damit die Form möglichst genau wird, den Zirkel herzunehmen und mehrere Kreise auf den Dielen-Resten zu platzieren, um diese Kreise dann mit einem gelben Wachsmarker nachzuzeichnen, um ihn gut zu sehen.

Problem: Festspannen und gleichzeitig bohren?

Jetzt, wo die runden Teelichter alle ausgeschnitten waren, stand ich vor einer Fragestellung, die ich zuvor bereits ein mal hatte. Wie spanne ich mir die Teelichter am Tisch fest, ohne den Platz fürs Bohre zu blockieren?

Nach einiger Überlegung stand für mich fest, dass meine beiden Hebelklemmen, die ich im Lochraster meiner Werkbank einspannen kann, die beste Wahl sind. Die hab ich dann einfach so platziert, dass die Klemm-Gummis auf den Außenkanten der runden Teelichter aufsetzten und ich dazwischen genug Platz für den 40 mm Fortstnerbohrer hatte.

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Also – Die Teelichter eingespannt und los geht’s 

Danach haben meine Freundin und ich die Teelichter noch mit feinkörnigem Schleifpapier geschliffen, um fiese Holzsplitter zu entfernen, bevor sie von meiner besseren Hälfte mit Leinöl-Firnis eingepinselt wurden und im Anschluss trocknen durften.

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Ich bin sehr zufrieden mit der zweiten Auflage der Teelichter und hoffe sehr, euch zum selber machen angeregt zu haben. Versucht euch einfach dran und wachst an euren Herausforderung.

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